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Unsere Spielerezensionen

Das große ABC-Spiel

Spielrezension
Das große ABC-Spiel
Copyright der Rezension 2016 by Spielola.de

Art: Lernspiel
Genre: Alphabet
Alter: 5-9 Jahre
Spieler: 2-4
Sprache: Deutsch
Publikationsjahr: 2010
Autor: Hanna Bachmann
Illustration: Barbara Scholz
Marke: Haba

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Kurzbeschreibung
Großes Durcheinander im Buchstabenpark! Das Abc ist kreuz und quer im Park verstreut. Alle Kinder helfen wieder Ordnung in das Chaos zu bringen. Dazu müssen sie z.B. am Ententeich mit gutem Gedächtnis den richtigen Vokal finden, mit dem Schreibpapagei Buchstaben nachzeichnen, bei der Rätselkiste die Lücke im Alphabet füllen oder auf der Buchstabenbaustelle erste Wörter legen. Wer meistert die Aufgaben am besten und gewinnt mit etwas Würfelglück den spannenden Buchstabenwettlauf? Ein lustiges Lernspiel rund ums Alphabet für 2 - 4 Spieler von 5 - 9 Jahren.

Zur Spielanleitung bei Haba

Meine Meinung:

Lernen ist für uns alle immer auf den ersten Blick mit Arbeit verbunden, erst bei genauerem Hinsehen und dem Suchen nach alternativen Lernmöglichkeiten, fallen einem andere Möglichkeiten ins Auge. Spiel dich schlau! Dieses Motto ist bei HABA Programm, mit Erfolg und Spielspaß, und genau so möchte man Lernen.

Schreiben und das Alphabet zu lernen, ist für Kinder oft eine Tortur, gerade jetzt, wo in den Schulen „Schreiben nach Gehör“ als Weisheits letzter Knall gelehrt wird. Zum Glück gibt es Hanna Bachmann, die „Das große ABC-Spiel“ ins Leben gerufen hat und all das, was in der Grundschule kaputt gemacht wird, spielerisch repariert. Der Hintergrund des Spiels ist denkbar einfach. Das ABC wurde im Park verstreut und die Kinder müssen Ordnung ins Chaos bringen, in dem sie von Spielplatz zu Spielplatz wandern und dabei Aufgaben erfüllen.

Das klingt gut und deshalb folgt der erste Blick in den großen Karton. Ein großer Spielplan, der einen Park mit vier Spielplätzen und allerlei Getier zeigt, eröffnet den Reigen. Es folgt eine dünhne Anleitung, Karten mit den Buchstaben des Alphabets, 26 Plättchen mit Bildern und Wörtern, größere Plättchen mit drei Buchstaben in einer Reihe, von denen einer mit „?“ ausgeblendet ist, fünf Entenplättchen, auf deren Rückseite die Vokale sind, 16 Alphabetpuzzleteile, die jeweils vier komplette Alphabate ergeben, ein Stoffbeutel, vier Spielfiguren aus Holz in Kinderform und in verschiedenen Farben, ein Stift, ein Tuch und, zumindest in meinem Fall, ein gelber Würfel. Es sollten eigentlich zwei sein, aber der Vokalwürfel, der eigentlich zum Voranschreiten gedacht ist, fehlte bei mir und auch eine Nachfrage brachte keinen Ersatzwürfel. Ich hoffe sehr, dass nicht noch mehr Familien ohne diesen Würfel dastehen.
Für ein Aplhabet-Lernspiel ist das jede Menge Ausstattung und nach der Lektüre der Anleitung macht das durchaus Sinn, denn die Spieler sollen unterschiedliche Aufgaben meistern auf ihrem Weg zum vollständigen Alphabet. Zu Beginn der Runde wird einmal mit dem gelben Würfel gewürfelt, um die Aufgabe für diese Runde zu bestimmen. Es gibt fünf Aufgaben, einmal das Nachschreiben eines Buchstaben auf den Karten, einmal das Buchstabieren eine Wortes unter Verwendung der Buchstabenkarten, einmal das erraten des fehlenden Buchstabens, einmal fünf Buchstaben in die richtige Reihenfolge des Alphabets bringen und schlussendlich das Erraten, unter welcher Ente welcher Vokal ist, beim Spielaufbau wurden diese einmal aufgedeckt und ab dann musste man sich die Position merken. Hat man eine Aufgabe erfolgreich erfüllt würfelt man mit dem Vokalwürfel und erfährt, wohin man auf dem Spielfeld gehen darf. Zwischen allen Spielplätzen finden sich die Felder A, E, I, O und U. Auf dem gelben Würfel gibt es noch einen Joker, damit kann man direkt den nächsten Würfel würfeln. Da es nur fünf Vokale gibt, ist auch auf diesem Würfel ein Jokerfeld. Würfelt man das, gelangt man direkt auf den Spielplatz und erhält eine Alphabetpuzzlekarte. Das Ziel des Spiel ist es, die vier Puzzlekarten zu bekommen und auf dem Zielfeld zu beweisen, dass man das Puzzle richtig lösen kann.

Einfach und doch wirklich durchdacht. Die unterschiedlichen Aufgaben bieten unterschiedliche Herausforderungen und liefern einen Lerneffekt, den es so wohl auf spielerische Weise bisher nicht gab. Das macht wirklich Spaß und so soll es sein. Für ältere Kinder gibt es Zusatzregeln, zum Beispiel muss ein Kind, welches schon gut schreiben kann, mit Links schreiben, oder beim Buchstabenlegen schneller Arbeiten, denn sobald jemand aus dem Stoffbeutel ein Wort mit einem bestimmten Anfangsbuchstaben gezogen hat, ist die Zeit um. Gute optionale Regeln, die das Spiel spannend machen, wenn Kinder unterschiedlichen Alters mitspielen. Die Regeln insgesamt sind einfach zu verstehen und das Spiel als solches mit guten Material ausgestattet. Wäre es komplett gewesen, hätte ich tatsächlich nichts zu meckern gehabt.
Noch ein kleiner Einwurf meinerseits. Ich habe das Spiel bei Flüchtlingen zur Alphabetisierung verwendet und dabei nicht nur Lernerfolge sondern auch Spielspaß bei erwachsenen Menschen gesehen. Vielleicht eine Idee, die man in der Flüchtlingshilfe weiterverfolgen könnte.

Fazit:
„Das große ABC-Spiel“ von HABA ist ein weiteres gelungenes Lernspiel für Kinder und wie ich schrieb auch für Erwachsene, die das Alphabet noch lernen müssen. Die unterschiedlichen Aufgaben bieten unterschiedliche Lernansätze, die aber alle sinnvoll sind und Spaß machen. Ausstattung und Material sind gut gewählt und wenn das Spiel komplett ist, ist es auch ohne Probleme spielbar.